Campbel-, Dsungarische- und Hybrid Zwerghamster


Die natürliche und artgerechte Ernährung

 

 

 

Der Campbell sowie der Dsungarische Zwerghamster leben in Halbwüsten und Steppengebieten. Ihre Nahrung ist dementsprechen karg und besteht hauptsächlich aus ganzen Kleinsämereien wie Gras- und Unkrautsamen, Gräser, Kräuter und als Proteinquelle Insekten.

Der Stoffwechsel eines Zwerghamsters in Heimtierhaltung hat sich bestimmt etwas an üppigere Mahlzeiten angepasst, doch zuviel des Guten wird dennoch nicht vertragen.

 


Artgerechtes Zwerghamster Futter

ca. 60% Mehlsaaten

ca. 30% Ölsaaten

ca. 10% Eiweiss

als Zusatz getrocknete Kräuter, Blüten und Blätter

Frischfutter Tipps

Zusätzlich sollte täglich Frischfutter in Form von ungiftigen Kräuter und Gräser oder nicht zu süssem Gemüse angeboten werden. 


ungeeignete Futterbestandteile

Man nimmt an, dass Tiere aus kargen Steppengebieten wie der Zwerghamster eine angeborene Insulinresistenz aufweisen, weshalb sie Zucker nicht so gut abbauen können.. Das heisst, dass zuviel Zucker und Fett einen Zwerghamster krank macht. Sie sind nicht mit uns Menschen zu vergleichen, die auch mit einer üppigen Nahrung zurecht kommen.

 

Leider ist Futter und fast alle Leckerlies die in den grossen Zoofachläden für Zwerghamster (und auch andere Kleinnager) angeboten werden sehr zucker- und oder fetthaltig. Es sind günstige Rohstoffe, die leider aber auch minderwertig sind. Zuckerhaltige Leckerlies (auch Melasse ist Zucker) verkleben oftmals die Backentaschen was zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.

 

Menschliches Essen wie hartes Brot oder Nudeln sollten nicht verfüttert werden. Sie enthalten Salz, Hefe oder andere für einen Kleinnager ungeeignete Zusatzstoffe. Auch Früchte sollten einem Zwerghamster nicht verfüttert werden. Sie enthalten viel Fruchtzucker, der sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken- und Diabetes begünstigen kann.

 

Wird ein Zwerghamster krank, merkt man das sehr oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Da Zwerghamster auch Beutetiere sind, dürfen sie keine Schwäche zeigen, denn das würde für sie den sicheren Tod bedeuten. Also, woran erkennen wir, das unser Zwerghamster einen Organschaden von einer falschen Fütterung hat? Leider erst, wenn er nichts mehr fressen mag und bald darauf hin stirbt, vieleicht mit einem Alter von 5 Monaten, oder aber auch mit 14 Monaten.

Fazit: Eine ungesunde Ernährung bedeutet keine sofortige "Vergiftungserscheinung" aber es bedeutet eine dauerhafte Schädigung der Organe und eine hohe Chance darauf, einmal mit stillen Schmerzen sterben  zu müssen.