Mongolische Rennmaus


Die natürliche und artgerechte Ernährung

 

 

 

Der Lebensraum aller Rennmaus Arten ist sehr karg. Sie bewohnen Wüsten, Steppen, Savannanen und steinige Gelände. Ihre Nahrung ist dementsprechen karg und besteht hauptsächlich aus Pflanzensamen wie Gras- und Unkrautsamen, wenig Getreide, Gräsern, Kräuter und als Proteinquelle Insekten.


Artgerechtes Rennmaus Futter

ca. 60% Mehlsaaten

ca. 30% Ölsaaten

ca. 5% Eiweiss

ca. 5% getrocknetes Gemüse

als Zusatz getrocknete Kräuter, Blüten und Blätter

Frischfutter Tipps

Zusätzlich darf täglich Frischfutter in Form von ungiftigen Kräuter und Gräser oder nicht zu süssem Gemüse angeboten werden.


Ungeeignete Futterbestandteile

Man nimmt an, dass Tiere aus kargen Steppengebieten wie die Rennmaus eine angeborene Insulinresistenz aufweisen, weshalb sie Zucker nicht so gut abbauen können.. Das heisst, dass zuviel Zucker und Fett eine Rennmaus krank macht. Sie sind nicht mit uns Menschen zu vergleichen, die auch mit einer üppigen Nahrung zurecht kommen.

 

Leider ist Futter und fast alle Leckerlies die in den grossen Zoofachläden für Rennmäuse (und auch andere Kleinnager) angeboten werden sehr zucker- und oder fetthaltig. Es sind günstige Rohstoffe, die leider aber auch minderwertig sind.

 

Menschliches Essen wie hartes Brot oder Nudeln sollten nicht verfüttert werden. Sie enthalten Salz, Hefe oder andere für einen Kleinnager ungeeignete Zusatzstoffe. Früchte sollten nur selten und dann in kleinen Mengen verfüttert werden. 

 

Wird eine Rennmaus krank, merkt man das sehr oft erst, wenn es bereits zu spät ist, oder die Gruppe auseinander fällt. Da Rennmäuse auch Beutetiere sind, dürfen sie keine Schwäche zeigen, denn das würde für sie und ihre Gruppe den sicheren Tod bedeuten. Also, woran erkennen wir, das unsere Rennmaus einen Organschaden von einer falschen Fütterung hat? Leider erst, wenn sie nichts mehr fressen mag und bald darauf hin stirbt, vieleicht mit einem Alter von 5 Monaten, oder aber auch mit 14 Monaten.

Fazit: Eine ungesunde Ernährung bedeutet keine sofortige "Vergiftungserscheinung" aber es bedeutet eine dauerhafte Schädigung der Organe und eine hohe Chance darauf, einmal mit stillen Schmerzen sterben  zu müssen.