Steppenlemminge


Die natürliche und artgerechte Ernährung

 

 

 

Der Lebensraum des Steppenlemmings sind Steppen und Halbwüsten, er wird aber auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wie Felder und Weiden angetroffen, weshalb er in seiner Heimat teilweise als Schädling gilt.

Seine Nahrung besteht zum grössten Teil aus grünen Pflanzenteilen wie Gräser, Kräuter oder Blätter, dazu Wurzeln und Sämereien und ab und zu mal einen Käfer oder eine Larve. 


Artgerechtes Steppenlemming Futter

ca. 80% Mehlsaaten

ca. 12% Ölsaaten

ca. 5% Eiweiss

ca. 3% getrocknetes Wurzelgemüse

als Zusatz getrocknete Kräuter, Blüten und Blätter

Frischfutter Tipps

Zusätzlich sollte täglich Frischfutter in Form von ungiftigen Kräuter und Gräser oder Gemüse angeboten werden. 


Ungeeignete Futterbestandteile

Man nimmt an, dass Tiere aus kargen Steppengebieten wie der Steppenlemming eine angeborene Insulinresistenz aufweisen, weshalb sie Zucker nicht so gut abbauen können.. Das heisst, dass zuviel Zucker und Fett einen Steppenlemming krank macht. Sie sind nicht mit uns Menschen zu vergleichen, die auch mit einer üppigen Nahrung zurecht kommen.

 

Leider ist Futter und fast alle Leckerlies die in den grossen Zoofachläden für Steppenlemminge (und auch andere Kleinnager) angeboten werden sehr zucker- und oder fetthaltig. Es sind günstige Rohstoffe, die leider aber auch minderwertig sind.

 

Menschliches Essen wie hartes Brot oder Nudeln sollten nicht verfüttert werden. Sie enthalten Salz, Hefe oder andere für einen Kleinnager ungeeignete Zusatzstoffe. Auch Früchte sollten einem Stepenlemming sehr wenig bis garnicht verfüttert werden. Sie enthalten viel Fruchtzucker, der sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken- und Diabetes begünstigen kann.

 

Wird ein Steppenlemming krank, merkt man das sehr oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Da Lemminge auch Beutetiere sind, dürfen sie keine Schwäche zeigen, denn das würde für sie den sicheren Tod bedeuten. Also, woran erkennen wir, das unser Lemming einen Organschaden von einer falschen Fütterung hat? Leider erst, wenn er nichts mehr fressen mag und bald darauf hin stirbt, vieleicht mit einem Alter von 5 Monaten, oder aber auch mit 14 Monaten.

Fazit: Eine ungesunde Ernährung bedeutet keine sofortige "Vergiftungserscheinung" aber es bedeutet eine dauerhafte Schädigung der Organe und eine hohe Chance darauf, einmal mit stillen Schmerzen sterben  zu müssen.